Phoenix Interstellar
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Clantreffen Göttingen 2019

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Phoenixe auf Abwegen

Aufgezeichnet von Brubacker

titelblatt

– Drittes Clantreffen des Waffenherstellers “Phoenix Interstellar” wird zu einem Rettungseinsatz

jarden-medic„Hat noch jemand einen Oxypen? Meiner ist aufgebraucht.” Jarden liegt am Boden, ihn haben seine Kräfte verlassen. “Ohne einen weiteren Oxypen gehe ich keinen Schritt mehr weiter.” Das klingt dramatisch, aber nicht unbegründet. Die Atmosphäre dieses Planeten hat es in sich. Die Luft ist zwar auch ohne Helm atembar, allerdings ist der Anteil an Spurengasen hoch. Borea im Magnus-System wurde schließlich erst durch Terraforming bewohnbar – und ganz scheint der Prozess offenbar noch nicht abgeschlossen zu sein. Der Planet hat viele verschiedene Klimazonen.

Uns hat es in jene verschlagen, die auch als grüne Lunge des Planeten bezeichnet wird.

verlaufen“Ich komme schon, halte durch!” Felix hat noch einen Oxypen übrig. Das Mitglied des Phoenix-Rettungsteams, dessen Spitzname “HabMichVerlaufen” lautet, teilt einen seiner letzten Oxypens mit seinem Kameraden. Nein, heute und in diesem fremdartigen Buschwerk, wird niemand zurückgelassen. “Hab mich verlaufen” – wann hätte dieser Name jemals besser gepasst, als bei diesem Außeneinsatz. Felix reicht Jarden die belebende Substanz. Mit einem lauten Zischen öffnet sich der Pen. Wird er normalerweise durch den Anzug intravenös verabreicht, nimmt Jarden direkt einen kräftigen Schluck der Flüssigkeit, die offenbar einen Vergärungsprozess durchlaufen hat. Handelt es sich dabei wirklich um einen Oxypen? Wir wollen nicht kleinlich sein…

Der “Pen” bringt Jarden jedenfalls wieder auf die Beine – gottlob, denn es ist erst die Hälfte der Strecke geschafft. Fünf Kilometer sind wir nun schon über den Planeten gehetzt, um einen abgestürzten Piloten zu finden. Die fremde Sonne brennt heiß vom Himmel, Pflanzen schlagen wild um sich oder bilden Stolperfallen am Boden. Bewohnt wird der Planet offenbar von einer sehr seltsamen Spezies: Auf vier Beinen stehenden, stummen Gestalten, die sich nicht rühren – selbst wenn man an ihnen emporklettert. Sie stehen alle paar Meter in dem Pflanzendickicht. Wir vermuten, dass sie vielleicht nachtaktiv sind. Jetzt, am Tage, scheinen sie ungefährlich zu sein. In der Galactapedia finden wir darüber jedenfalls nichts. Vielleicht haben wir eine neue Art entdeckt? Vor allem Reyth ist von den fremdartigen Wesen fasziniert und wird von ihnen geradezu magisch angezogen.

spezies-kevEinen Tag zuvor. Es ist die alljährliche Zusammenkunft von Phoenix Interstellar. Wir schreiben das Jahr 2949. Wir befinden uns an einem kleinen Außenposten, der passender Weise den Namen Asche trägt. Hier hatte ein Pioneer vor langer Zeit ein Gebäude errichtet, das heute nur noch hin und wieder genutzt wird – weiß, zweistöckig, im Innern sauber und gepflegt. Es steht uns für knapp drei Tage zur freien Verfügung. Unser Ansinnen: Ein Powow, wie einst bei den Indianern auf der Erde, rund um ein großes Feuer und unter dem Sternenzelt. Die Aggregate unserer Bodenfahrzeuge, mit denen wir aus der nahegelegenen Stadt New Castle auf Borea – von Einheimischen seltsamerweise “Göttingen” genannt – angereist sind, kühlen vor dem Hangartor ab. Dort heißt es: “All pads are currently full.”

Nachdem die Betten verteilt sind und das Bier angestochen ist, lodert auch schon bald ein großes Signalfeuer im hinteren Teil des Geländes – ein weithin sichtbares Zeichen, dass die Phoenixe eingeflogen sind. Tortoise, ein eher stiller, aber arbeitssamer Zeitgenosse, zerkleinert alte Holzbretter, Lobo macht sich am Grill verdient, Ryan „Tacryll“ Lloyd schleppt eine ganze Bank an, um sie zu verfeuern. “Die darf weg”, heißt es kurz vom Mitglied des Vorstandes, schon steht das Sitzmöbel in Flammen. Jarod schickt unterdessen sphärische Klänge auf einem Musikinstrument in den Himmel, das so aussieht, als wäre es eben selbst erst auf Borea gelandet und als würden ihm gleich ein paar kleine, empörte Wesen entsteigen, weil man auf ihrer fliegenden Untertasse trommelt.

jarodKurzum: Der Abend – er ist schön und entspannend. Man erzählt sich dies und jenes, viele Phoenixe sehen sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht, auch wenn sie natürlich schon oft im Funk miteinander gesprochen haben. Jarden lässt zu fortgeschrittener Stunde den Sound der 80er aus dem 20. Jahrhundert erklingen, eine Uralt-Musik, die bei den jüngeren Kameraden verstörte und bei den älteren Jahrgängen verträumte Blicke ins Lagerfeuer hervorruft. Die jüngeren Kollegen ziehen sich aus dem Spectrum schließlich Techno-Beats und sich selbst in den Outpost zurück.

Alles hätte so bleiben können – wenn uns nicht der Notruf ereilt hätte. Dabei fängt auch der zweite Tag im Grunde zunächst gut an. Zum Frühstück gibt es selbst geimkerten Honig von Lux, reichlich Brötchen; der eine oder andere zischt schon mal drei, vier Bier. Doch plötzlich heißt es: Wir müssen los, ein Notfall. R1se.up schaltet sofort von Weizen- auf Heizen-Modus um, stellt noch schnell sein Basteltalent unter Beweis und zimmert aus einer Haushaltskiste, wie man sie in jedem “Dumpers Depot” bekommt und dem Stiel eines Wischmops, wie er gern beim Bodenwischen auf der Idris eingesetzt wird, einen praktisches Handwägelchen, in Fachkreisen auch als BSGV bekannt (“Beer support ground vehicle“). So ziehen wir ins Unbekannte. Über gefühlte tausend Meilen geht es bergauf. Das Buschwerk wird dichter und dichter, als uns plötzlich ein wilder Mann gegenübersteht. “Wer zur Hölle ist das?”, denkt mancher. “Etwa der Bär von Borea des Magnus-Systems? Sozusagen der MagnusBear?” Egal, er hat ‘ne Nachricht – einen Logbucheintrag.

indawoodUnd wie könnte es anders sein, alles ist wieder mal hochdramatisch. Hier eine kurze Zusammenfassung: Auf dem Weg ins Stanton-Sytem kreuzte ein Pilot, der im Auftrag von Phoenix Interstellar unterwegs war, auch den Planeten Borea. Sein Schiff wurde ausgerechnet über uns, wie könnte es anders sein, wenn man schon mal feiert, von Trümmerteilen getroffen und er musste runtergehen. Per Schleudersitz musste er aus dem Schiff aussteigen. Zunächst hing der arme Kerl in einem Baum in 30 Meter Höhe fest, konnte von dort aber wenigstens einzelne Trümmerteile seines zerstörten Schiffes lokalisieren. Schließlich stürzte der Pilot jedoch ab, wobei sich ein Ast durch seine Lunge bohrte. Noch während seines letzten Funkspruchs hauchte er sein Leben aus. Mit letzter Kraft konnte er aber noch die Koordinaten des ersten Trümmerteiles durchgeben. Jetzt geht es darum, wenigstens die Ladung zu sichern.

beer-wagonSeriosha übernimmt die Führung, blickt immer wieder konzentriert auf sein Mobiglas. Bald haben wir die letzten Reste der Zivilisation hinter uns gelassen. R1se-up’s Bastelei, im Headquarter noch komisch beäugt, macht sich bezahlt – nie hätten wir sonst so viele handelsübliche “Oxypens” mitnehmen können. Und so heißt es nun: Wandern, durchs Gebüsch krauchen, Teilstücke suchen und finden – hier macht sich übrigens Khora sehr verdient, die gleich zwei Teile findet – Koordinaten ablesen, weiterwandern und schließlich rätseln. Für die spätere Auswertung und Dokumentation macht Shweeby unablässig Fotoaufnahmen, dabei wird das Ganze mit Argusaugen stets von CommanderJayDers Void und Ryan Lloyd beobachtet, die als Vorstandsmitglieder von Phoenix Interstellar wissen wollen, ob auch ein spontaner Rettungseinsatz so funktioniert, wie am Schreibtisch durchgespielt.

puzzleSo führen uns die verschiedenen Puzzleteile schließlich zu einem dieser seltsamen hochbeinigen Wesen. Hier gilt es, die Teile zusammenzusetzen. Die Vermutung des Rettungstrupps: Hier ein Flügel, dort ein Kopf – das muss doch einen Phoenix ergeben. Doch wie man die Teile auch dreht und wendet: Sie wollen einfach nicht zusammenpassen. Schließlich wird klar: Die Lösung steht auf der Rückseite. Es sind ein paar Zahlencodes, die offenbar zu einer weiteren Koordinate auf dem Planeten führen. Mit Hilfe eines XiAn-Alphabets soll der Code geknackt werden. Doch in welcher Reihenfolge die Zahlencodes in einen Decoder eingegeben werden müssen, das ist alles andere als einfach. Xagon zerbricht sich den Kopf, versucht mit Hilfe des Alphabets das Rätsel zu lösen. Witherhide, der offenbar schon einmal von einer ähnlichen Codierung in einem anderen Fall gehört hatte, kann schließlich ein paar Hinweise geben. Gemeinsam wird der Code schlussendlich durch vereinte Anstrengungen geknackt. Und so machen wir uns wieder auf den Weg…

decryptPlötzlich heißt es: Wer braucht schon Wege? Noch dazu auf einem fremden Planeten? Liegen die interessanten Dinge doch meist abseits der ausgetretenen Trampelpfade! Also nehmen wir eine Abkürzung querfeldein. Es geht bergauf, bergab – plötzlich ein Knacken im Unterholz. Und der Autor – Brubacker – dieser Zeilen, der in diesem Moment seine Brille wieder mal nicht aufhat, stößt atemlos hervor: “Gandalf? Du hier?” Nach einer Schrecksekunde ist klar: Es ist nur Flexxe mit Bart und langem Wanderstock. Erleichtert geht es schließlich zurück ins Hauptquartier, wo Exel als einziger zurückgeblieben war, um den Outpost zu bewachen.flexxe

Allen anderen qualmen indes die Füße – so sehr, dass ein weiteres Signalfeuer gar nicht nötig gewesen wäre. Dennoch wird natürlich eines entzündet. Lustigerweise war die Ladung, wegen der wir stundenlang über den Planeten gehirscht waren, per Fallschirm direkt über unserem Outpost heruntergekommen – was für ein glücklicher Zufall! Zur Belohnung gibt es Geschenke: Stifte, Mauspads, einen Flachmann – alles, was der moderne Phoenix-Raumschiffkapitän von heute eben so braucht. Erneut wird der Grill angeworfen, Metthew_Dex mixt energetisierende, isotonische Cocktails – und dann gibt etwas Besonderes: Selbstgebrautes Bier aus dem Hause R1se-up.

bierprobeZwar noch ein wenig im Gärungsprozess, lässt der Geschmack jedoch keine Wünsche offen. Jar0d hebt erneut zu sphärischen Klängen ab, es gibt Besuch einer Abordnung von iHope, einer befreundeten Organisation, die es auf Borea auch ganz kuschelig findet, es wird erneut geschlemmt, manches Bier gestemmt und schließlich erschöpft eingepennt. Am nächsten Tag wird der Outpost so geordnet verlassen, wie er vorgefunden worden war. Und so stimmen nach dem dritten Treffen auf Borea schließlich alle überein: Es war schön, es ging viel zu schnell vorbei! Und als wir unsere Maschinen hoch- und anschließend mit ihnen davonfahren, bleibt auch in diesem Jahr wieder nur eines zurück – ein wenig Asche in der Feuerstelle. Somit bleibt nur noch zu sagen:

Ashes to ashes, funk to funky
We know Major Tom’s a junkie

(David Bowie)

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V41-T4I620-M172 — 5. Jun 2019 @ 15:52

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